Herzlich Willkommen auf der Homepage der Evangelisch- reformierten Kirchengemeinde Gruiten-Schöller

               Unser gemeinsames neues Siegel

Fusion der Gemeinden Gruiten und Schöller zum 01. Januar 2019

Ende der Selbständigkeit - gemeinsam in die Zukunft!

 

Es fehlt wohl nur ein gutes Jahrzehnt und die Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Schöller hätte ihren 500. Geburtstag feiern können. Wohl um 1530 wurde die Dorfkirche in Schöller eine Kirche für die Evangelisch-reformierte Gemeinde. Nur wenige Jahre zur Zeit der Gegenreformation unterbrachen die Zugehörigkeit zur Evangelischen Kirche. Konnte bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts ein Pfarrer den Lebensunterhalt für sich und seine Familie durch ein paar Morgen Land und die eine oder andere Lehrtätigkeit sicherstellen, so reichte dies ab dem letzten Jahrhundert nicht mehr. Und weil meist nur gut 300 Gläubige Mitglied der Kirchengemeinde waren, zeichnete sich schon seit vielen Jahren das Ende der wohl ältesten Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde im Bergischen Land ab.

 

Dieses hohe Alter war dann auch der Grund, das Ende der Selbständigkeit nicht einfach so sang- und klanglos durchzuwinken. Am 2. Dezember 2018 versammelten sich zahlreiche Gemeindemitglieder und Freunde aller Konfessionen in der alten Dorfkirche zum feierlichen Abschiedsgottesdienst. Freie Plätze in den Kirchenbänken waren Mangelware. Pfarrer i. R. Schütt eröffnete, leitete und schloß den Gottesdienst, der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland Rekowski hielt aus diesem besonderen Anlaß die Predigt.

 

Nach dem Gottesdienst lud die Gemeinde alle Gottesdienstbesucher zu einem gemütlichen Zusammensein in das Gemeindehaus. Besonders eingeladen waren Frau Pastorin Schröder-Möring und die Pastöre Dr. Martin Breidert und Prof. Dr. Matthias Freudenberg. Sie waren die letzten, noch lebenden planmäßigen Pastöre von Schöller. Wegen einer Erkrankung konnte Frau Schröder-Möring leider nicht kommen, zur großen Freude vieler Teilnehmer hatten Herr Breidert und Herr Freudenberg lange Reisen auf sich genommen, um am Abschiedsgottesdienst ihrer ehemaligen Gemeinde teilnehmen zu können. Eingeladen waren aber auch alle Pastorinnen und Pastöre, die in den langen Zeiten der Vakanz an Sonn- und Feiertagen bereitwillig zur Verfügung standen, um Gottesdienste mit den Gemeindemitgliedern zu feiern. Auch ihnen dankte Martin Bäßler, der stellvertretende Vorsitzende des Presbyteriums.

 

Am Sylvesternachmittag hielt "der neue" Pfarrer von Schöller, Hanno Nell aus Gruiten, den letzten Gottesdienst der da noch selbständigen Kirchengemeinde ab. An die 30 Menschen besuchten diesen Gottesdienst und feierten gemeinsam das Heilige Abendmahl. In seiner Predigt ließ Pfarrer Nell keine Zweifel am gedeihlichen Zusammenwachsen der beiden Gemeinden aufkommen und erbat auch dafür Gottes Segen.

 

Ab dem 1. 1. 2019 gibt es mit der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Gruiten-Schöller eine neue Gemeinde in Deutschland. In zahlreichen Gesprächen haben die Presbyterien der beiden "Altgemeinden" die Voraussetzungen für diesen Zusammenschluß geschaffen. Viele Alltäglichkeiten und Selbstverständlichkeiten in beiden Gemeinden mußten zusammen geführt werden. Manches schien auf den ersten Blick problemlos, forderte dann aber neue, andere Lösungen. Auf dem Papier steht die neue Gemeinde, jetzt ist es an den Mitgliedern, den Menschen, diesen Zusammenschluß auch im Gemeindealltag zu leben und verwirklichen. Schon seit Jahren gibt es gemeinsame Gottesdienste, die Pfarrer kamen in die Nachbargemeinde, um dort zu predigen, in den beiden letzten Jahren gab es gemeinsame Ausflüge. Und auch die Verhandlungen zum Zusammenschluß waren nicht von Widerständen begleitet.

 

Manches wird sich noch ändern, muß sich einschleifen. Gerade in der kleinräumigen Überschaubarkeit von Schöller wird Ungewohntes erst noch zur Alltäglichkeit werden müssen. Die kurzen Wege zum Gemeindebüro gibt es nicht mehr. Ja, das Ende der Selbständigkeit bedeutet in Schöller auch die teilweise Aufgabe von Bequemlichkeiten.

 

Wenn aber alle Gemeindemitglieder für eine Zukunft der neuen Kirchengemeinde gemeinsam leben und arbeiten, wird die Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Gruiten-Schöller auch in den Seelen der Menschen zusammenwachsen und an Kraft und Bedeutung gewinnen.   

 

 

2. Dezember 2018

Abschiedsgottesdienst aus der Selbständigkeit der

Evangelisch- reformierten Kirchengemeinde Schöller

 

Am 1. Advent haben wir in einem festlichen Gottesdienst unter Leitung von Präses Manfred Rekowski und Pfarrer i.R. Jochen Schütt Abschied von unserer 488- jährigen Selbständigkeit genommen. Am 1. Januar 2019 werden wir mit der Evangelisch- reformierten Kirchengemeinde Gruiten fusionieren und dann gemeinsam als Evangelisch- reformierte Kirchengemeinde Gruiten- Schöller in die Zukunft starten.

 

Sehr gefreut haben wir uns über die rege Anteilnahme an diesem Gottesdienst und am anschließenden Empfang im Gemeindehaus. Aus der Ferne angereist waren sogar unsere beiden ehemaligen Pfarrer, Herr Dr. Martin Breidert und Herr Prof. Dr. Matthias Freudenberg. Frau Pfarrerin Barbara Schröder- Möring war leider erkrankt, ließ aber Grüße durch Hanno Nell ausrichten.

 

In schöner Runde haben wir dann bei einem kleinen Imbiss die letzten Jahre Revue passieren lassen und gehen mit freudiger Erwartung Neuem entgegen.

 

Wir danken allen engagierten Freundinnen und Freunden unserer Gemeinde für die Unterstützung zur Realisierung des Empfangs.

 

Bilder vom Gottesdienst und dem Empfang finden Sie in der Rubrik "Galerie"

 

Pressemitteilung der Evangelischen Kirche im Rheinland:

 

Hoffnung entsteht, wo Menschen sich für ihre Mitmenschen einsetzen

Präses Rekowski predigt zur Fusion in der Kirchengemeinde Schöller

 

Wuppertal. Wer sich, wie Jesus, für Schwache und am Rande stehende Menschen einsetzt, ermöglicht Hoffnung und lässt wieder an das Gute glauben. Darauf hat der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski in seiner Predigt zum 1. Advent in der Evangelisch-reformierten Kirche Schöller hingewiesen

 

Wie in der Geschichte aus dem Matthäusevangelium vom Einzug Jesu in Jerusalem zeige der Advent, so Rekowski, wie Gott zu den Menschen kommt: als jemand, der Veränderung bewirken will, wo Macht missbraucht und menschenverachtende Politik gemacht werde; als jemand, der auf die Kraft der Güte setzt, und diese Güte zu den Menschen bringe.

 

Hoffnung entstehe, wenn Kirchengemeinden Fremden gegenüber gastfreundlich seien und wenn Kirche Menschen in Situationen begleite, die nicht auszuhalten sind, wie etwa im Hospiz, sagte der 60-jährige Theologe. Hoffnung wachse auch, wenn Menschen eine zweite Chance bekämen, wie das in der diakonischen Arbeit geschehe, oder wenn sie Hilfe zur Selbsthilfe erhielten durch die Arbeit der evangelischen Hilfsorganisation Brot für die Welt.

 

Rekowski predigte im Abschiedsgottesdienst der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Schöller. Die seit 1530 selbstständige Gemeinde in Wuppertal, die allerdings zum Kirchenkreis Niederberg gehört, schließt sich zum 1. Januar 2019 mit der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Gruiten zur Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Gruiten-Schöller zusammen.

 

 

Schöller hat einen dörflichen Charakter und liegt landschaftlich reizvoll im Düsseltal am Rande von Wuppertal.

 

Wir haben eine alte Dorfkirche aus dem 12. Jahrhundert, die zusammen mit den umliegenden Gebäuden der Gemeinde das Zentrum von Dorf und Gemeinde ist. Die alte Dorfkirche in idyllischer Umgebung ist attraktiv für viele Gottesdienstbesucher, auswärtige Traupaare und Wanderer. Seit 2007 gehört die Kirche zu den verlässlich geöffneten Kirchen der Evangelischen Kirche im Rheinland und bietet täglich von 10 bis 18 Uhr die Möglichkeit zur persönlichen Andacht und Besichtigung.

 

Neben Gottesdiensten und Amtshandlungen finden in der Kirche mehrmals im Jahr Kirchenkonzerte sowie gelegentlich Vortragsveranstaltungen statt.